Teilen: Share on FacebookEmail this to someone

Federwild

Ente (Anas spp. und Aythya spp.)

Die Enten werden in Schwimm- oder Gründelenten und Tauchenten unterteilt.

Gründelenten suchen im flachen Wasser nach Nahrung und gehen häufig an Land. Sie erheben sich beim Aufstehen sofort in die Luft. Bei uns sind als Brutvögel die Stockente, die Krickente, die Knäkente, die Löffelente, die Spießente und die Schnatterente vertreten.

Tauchenten hingegen bewohnen größere und tiefere Gewässer, in denen sie auch nach Nahrung suchen. Sie benötigen Anlauf, um aus dem Wasser aufzustehen. Als Brutvögel kommen bei uns die Tafelente, die Reiherente, die Kolbenente und die Schellente vor.

Im Jagdjahr 2011/12 betrug die Anzahl der erlegten Enten im Land Brandenburg 9.526 Stück. Im Vergleich zum Vorjahr wird ein Anstieg von 4% verzeichnet.

Gans (Anser spp. und Branta spp.)

Bei den Wildgänsen unterscheidet man zwischen Feldgänsen (Anser spp.) und Meergänsen (Branta spp.). Feldgänse zeichnen sich durch ihre braungraue Färbung aus und finden sich mitunter scharenweise auf Wiesen und Feldern ein. Meergänse verfügen meist über ein schwarz-weißes Gefieder und kommen vorwiegend auf Salzwiesen in Küstennähe vor. Laut Bundesjagdgesetz unterliegen alle Wildgänse dem Jagdrecht, eine Jagdzeit haben hiervon aber nur Graugans, Saatgans, Blässgans, Kanadagans und Ringelgans.

Bei uns brüten lediglich die heimische Graugans und die eingebürgerte Kanadagans, alle übrigen Gänse haben ihr Brutgebiet im hohen Norden.

Die Graugans (Anser anser) bevorzugt als Lebensraum große Gewässer mit angrenzenden Wiesen und Feldern. Sie ist ein reiner Pflanzenfresser. Als Bodenbrüter legt sie ca. 4 bis 9 Eier im Schilf, die Brutdauer beträgt 29 Tage.

Die Kanadagans (Branta canadensis) ist ein Wintergast an Meeresküsten und ernährt sich sowohl von pflanzlicher als auch von tierischer Kost. Sie legt 4 bis 11 Eier, welche ebenfalls 29 Tage bebrütet werden. Auch sie zählt zu den Bodenbrütern.

Im Jagdjahr 2011/12 wurden im Land Brandenburg 3.449 Gänse zur Strecke gebracht. Dies sind 6% weniger als im Vorjahr.

Fasan (Phasianus colchius)

Der Fasan wurde bereits zur Römerzeit bei uns eingebürgert und geht auf ca. 33 Ursprungsrassen zurück, welche in Zentral- und Ostasien beheimatet sind. Der Fasan kommt von der Küste bis ins Gebirge vor. Als Lebensraum bevorzugt er kleinstrukturierte Landschaften mit Wald, Wasser, Wiesen, Weizen, Wein und Wärme (6 W). Er gilt als Kulturfolger.

Fasane ernähren sich sowohl von Insekten, Schnecken, Würmern, Fröschen oder kleinen Mäusen als auch von pflanzlicher Kost. Hier werden Wildkräuter, Gräser, Eicheln oder Knollen gerne genommen. Bei starkem Besatz kann es zu Wildschäden im Mais-, Getreide- oder Gemüseanbau kommen.

Die Fasanenbalz findet im März und April statt. Ein Gelege besteht aus 10 bis 15 graugrünen Eiern, die Brutdauer beträgt 24 Tage. Fasane sind Bodenbrüter.

Im Jagdjahr 2011/12 wurden im Land Brandenburg 1.017 Fasane erlegt, 50 weniger als im Vorjahr.

Ringeltaube (Columba palumbus)

Die Ringeltaube bewohnt bewaldete Landschaften, oftmals genügen für eine Ansiedlung aber auch einzelne Bäume und Büsche. Unter Umständen genügen zur Brut auch Dünen, Strandwiesen, Getreidefelder oder Grünanlagen. Auch in Siedlungsgebieten kommt sie vor.

Tauben nehmen überwiegend pflanzliche Kost in Form von Grünpflanzentrieben, Sämereien, Beeren, Eicheln oder Bucheckern zu sich.

Die Balz der Ringeltauben beginnt im März. Die Brutzeit beträgt 15 bis 18 Tage. Pro Jahr können 2 bis 3 Bruten stattfinden.

Im Jagdjahr 2011/12 kamen im Land Brandenburg 2.185 Ringeltauben zur Strecke. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg von 14%.


„Trophäenjägerjäger“ bleiben arbeitslos

Der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Internationale Rat zur Erhaltung der Jagd und des Wildes (CIC) würdigen die wichtige Rolle des Zolls bei der Bekämpfung von Artenschutzkriminalität. Immer wieder beschlagnahmen Behörden geschützte Tier- und Pflanzenarten, die illegal eingeführt werden. Ein neues Werbeplakat sorgt allerdings für Unverständnis.

Landesregierung appelliert an Jäger tot aufgefundene Wildschweine zu beproben

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist durch neu aufgetretene Fälle in der Tschechischen Republik näher an Deutschland herangerückt. Das Risiko der Einschleppung nach Brandenburg ist damit nicht zuletzt auch durch den Fahrzeug- und Personenverkehr deutlich gestiegen. Die Landesregierung bittet den LJVB, seinen Mitgliedern folgendes Schreiben zur Kenntnis zu geben.