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Was sind Neozoen?

Unter „Neozoen“ versteht man neue Tierarten, welche nach der Entdeckung Amerikas im Jahr 1492 unter direkter oder indirekter Mitwirkung des Menschen in für sie auf natürlichem Wege unerreichbare Gebiete gelangt sind und nun dort wild leben und sich vermehren. Auch im Land Brandenburg gibt es Tierarten, die hier ursprünglich nicht heimisch sind. Hierzu zählen beispielsweise der Marderhund, der Mink und der Waschbär.

Marderhund (Nyctereutes procynoides)

Der Marderhund (Enok) stammt ursprünglich aus Ostasien, wurde jedoch zur Pelztierjagd in der westlichen Sowjetunion ausgesetzt und gelangte so auch zu uns. Der Lebensraum des Marderhundes sind gewässerreiche Reviere. Er ist nachtaktiv und hält Winterruhe. Marderhunde klettern nicht.

Marderhunde sind Allesfresser und bevorzugen pflanzliche Nahrung, welche sie aber auch mit kleinen Säugern, Vögeln, Eiern, Insekten oder Fischen ergänzen.

Der Marderhund lebt monogam und ranzt in den Monaten Februar und März. Nach einer Tragzeit von 8 Wochen wölft die Fähe im April und Mai 3 bis 6 Junge.

Waschbär (Procyon locon)

Der Waschbär stammt aus Nordamerika und wurde in Hessen zwischen 1929 und 1934 gezielt freigesetzt. Weitere Tiere sind aus Pelzfarmen entlaufen. Der Waschbär breitet sich seither weiter in Deutschland aus, sein Hauptvorkommen beschränkt sich zur Zeit noch auf die Bundesländer Hessen, Niedersachsen und Brandenburg.

Der Lebensraum des Waschbären sind waldreiche Reviere, gern hält er sich auch am Wasser auf. Er ist sehr anpassungsfähig und tritt verstärkt auch in Siedlungsgebieten auf.

Der Waschbär nimmt überwiegend pflanzliche Nahrung zu sich, als Allesfresser ernährt er sich aber auch von Insekten, Kleinsäugern, Vögeln und Gelegen, Fischen und Würmern.

Die Ranzzeit des Waschbären ist im Februar und März. Nach einer Tragzeit von ca. 63 Tagen wölft die Fähe 2 bis 5 Junge.

Im Jagdjahr 2011/12 kamen im Land Brandenburg 14.495 Waschbären zur Strecke. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg von 23%, was auf eine besorgniserregende Populationsentwicklung hindeutet.

Mink (Neovison vison)

Der Mink ist ein verwilderter Nachkomme des amerikanischen Nerzes, welche in den 1950er Jahren aus Nerzfarmen entflohen oder freigelassen wurden.

Als Lebensraum bevorzugen Minke Flüsse und Seen sowie Sümpfe und Marschland. Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber verbergen sie sich in Bauen, unter Steinen oder Baumwurzeln.

Minke sind Fleischfresser und ernähren sich unter anderem von kleinen Säugetieren, Krebsen, Fröschen, Wasservögeln und Fischen.


Eingeschleppte Arten breiten sich weiter aus

DJV legt Monitoring-Daten für Waschbär, Marderhund und Mink vor. Innerhalb von neun Jahren hat der Waschbär sein Vorkommen im Kerngebiet um 32 Prozentpunkte gesteigert. Auch Marderhund und Mink breiten sich weiter aus, allerdings weniger ausgeprägt. Artenschutz: DJV fordert Erleichterungen für die Jagd auf die nachtaktiven Fleischfresser.

Der Osterhase liebt Groß Kreutz

Die Feldhasendichte im Lehrrevier des Landesjagdverbandes Brandenburg e.V. (LJVB) in Groß Kreutz sticht gegenüber vergleichbaren Revieren besonders positiv hervor. Im Unterschied zu den durchschnittlich geringen Vorkommen in der Norddeutschen Tiefebene, fühlen sich die Langohren dank des Engagements der Jäger hier pudelwohl. Der Besatz ist hier mehr als viermal so hoch.

Sozialwahl: Rücksendefrist für Unterlagen verlängert

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) hat die Rücksendefristen für die Registrierung zur Sozialwahl verlängert, nachdem sich der Versand der Unterlagen verzögert hatte. Jagdpächter und alle Mitpächter sollten jetzt erst Recht die Gelegenheit nutzen, mit der Stimmabgabe die Vertretung ihrer Interessen zu unterstützen.