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Der Wolf in Brandenburg

Der Wolf ist zurück in Brandenburg. 2007 siedelte sich das erste Paar im Süden des Landes an, 2009 wurden erstmals seit über einem Jahrhundert Wolfswelpen in Brandenburg aufgezogen. Seitdem wächst der Bestand kontinuierlich. Bei Zuwächsen von jährlich rund 30 Prozent ist die Angabe von konkreten Bestandszahlen schwierig. Offiziellen Verlaubarungen nach gab es Mitte 2014 mindestens 100 Wölfe in Brandenburg, eine größere Anzahl ist wahrscheinlich. Aktuelle Informationen über das Wolfsmonitoring finden Sie auf den Seiten des Landesumweltamts.

Offene Fragen

Viele Fragen sind für die Jäger noch offen: Wie wirkt sich der Wolf auf die Wildtierbestände aus? Wie soll die Abschussplanung von Rot- und Dam- und Muffelwild erfolgen? Was bedeutet die Ausbreitung des Wolfes hinsichtlich der Verbreitung von Wildtierkrankheiten? Wir wissen, dass die Wölfe innerhalb kurzer Zeit enorme Strecken zurücklegen können, so dass Tiere aus Tollwutgebieten ohne weiteres zuwandern können. Wie können wir unsere Jagdhunde auf den Drückjagden in Wolfsgebieten schützen? Und ganz wichtig: Wie viele Wölfe verträgt unsere Kulturlandschaft und welchen Anteil an einer Population muss Brandenburg tragen?

Wölfe ziehen weit, Länder- oder Staatsgrenzen stellen für sie kein Hindernis dar. Lösungsansätze müssen daher großräumig angelegt werden. Im Jahr 2017 läuft der Managementplan in Brandenburg aus, im Jahr 2018 erfolgt eine Überprüfung der Einstufung des Schutzstatus‘ auf europäischer Ebene. Nach Ansicht des LJVB darf eine Anhangsänderung in der FFH-Richtlinie mit den sich daraus ergebenden Konsequenzen kein Tabu sein. Auch die Definition des günstigen Erhaltungszustands muss unserer Ansicht nach auf den Prüfstand.

Jäger beteiligen sich am Monitoring

Dreh- und Angelpunkt ist und bleibt auch beim Wolf eine möglichst genaue Erfassung der tatsächlichen Bestände. Die Jägerschaft Brandenburgs beteiligt sich aktiv am Monitoring. Der Landesjagdverband führte mit Unterstützung des Landesumweltamts Schulungen zum Wolfskundigen durch, an denen bereits über 80 Jägerinnen und Jäger teilgenommen haben. Sie wurden darin unterrichtet, Hinweise den wissenschaftlichen Kriterien entsprechend aufzunehmen und zu dokumentieren. Ziel ist es, auf diese Weise möglichst viele belastbare Hinweise zu erhalten, um anhand einer fundierten Wissensbasis Entscheidungen treffen zu können.

Wolf im Revier?

Bei Wolfshinweisen kontaktieren Sie bitte einen Wolfskundigen in Ihrer Nähe (die Ansprechpartner finden Sie unter Links auf der rechten Seite). Er wird die Hinweise beurteilen und ggf. ein entsprechendes Protokoll ausfüllen. Diese werden beim Landesjagdverband gesammelt und dem LUGV übergeben. So stellen wir sicher, dass wir künftig eine möglichst realistische Zahl der in Brandenburg lebenden Wölfe erhalten. Hundearbeit im Wolfsgebiet – Leitfaden für Jagdleiter und Hundeführer


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