Waldbesitzer und Jäger sorgen für Biodiversität in den Wäldern

Teilen: Share on FacebookEmail this to someone

Internationaler Tag der Wälder: Waldeigentümer und Jäger warnen vor steigenden Schäden nach Wetterextremen

In diesem Jahr steht der Internationale Tag der Wälder am 21. März 2020 unter dem Motto „Wälder und Biodiversität“. Die rund zwei Millionen Waldeigentümer und der Landesjagdverband Brandenburg machen an diesem Tag darauf aufmerksam, dass sie mir ihrer Waldpflege dafür sorgen, den Wald als Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten zu erhalten. „Schon die Vielfalt der Waldeigentümer ist eine zentrale Voraussetzung für die Biodiversität in den Wäldern“, sagt der Vorsitzende des Waldbesitzerverbandes Brandenburg Thomas Weber, der auch für den Stadtwald Fürstenwalde zuständig, ist anlässlich des Internationalen Tag der Wälder. „Die Waldeigentümer sorgen mit ihrem Waldumbau für stabile und vielfältige Wälder.“ „Damit der notwendige Waldumbau gelingt, sind auch die Jäger als Partner für den Wald gefragt“ sagt der Präsident des Landesjagdverbandes Brandenburg Dr. Dirk-Henner Wellershoff.

Dieser Tag ist für die Waldeigentümer in Deutschland jedoch auch ein Anlass, um auf die Krise aufmerksam zu machen, in der sich die Wälder derzeit befinden. Die Wetterextreme der vergangenen zwei Jahre haben den Wäldern stark zugesetzt und bei allen Baumarten, bei Nadel- und Laubbäumen gleichermaßen, große Schäden angerichtet. „Große Teile unserer Wälder sind in Gefahr, wir haben auch im Stadtforst Fürstenwalde schwere Schäden insbesondere bei den Fichten“, sagt Thomas Weber. Ende Februar hatte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aktuelle Zahlen zu den Schäden veröffentlicht. Danach geht das Ministerium für das gesamte Bundesgebiet von einem Schadholzanteil von rund 160 Millionen Festmetern und von einer Schadfläche in einer Höhe von 245.000 Hektar aus, die wiederbewaldet werden müsse.

Die Auswirkungen der jüngsten Wetterextreme führen dazu, dass auch Tier- und Pflanzenarten leiden. Diese Krise kann nur gemeinsam bewältigt werden. Deshalb macht der Stadtforst Fürstenwalde am 27. März eine Pflanzaktion, bei der 2.000 Roterlen und 2.000 Flatterulmen gepflanzt werden sollen. Der Kreisjagdverband Fürstenwalde und der Landesjagdverband Brandenburg unterstützen die Aktion.

„Wälder zu stabilisieren und die zerstörten Flächen mit klimaresilienten Baumarten aufzuforsten“, ist das Gebot der Stunde.

http://www.fao.org/international-day-of-forests/en/