Der Landkreis Teltow-Fläming richtet 12 Kadaversammelstellen ein, um auf einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) vorbereitet zu sein. Das Angebot wird von den 800 Jägerinnen und Jägern im Landkreis gut angenommen.

(Michendorf, 28. Januar 2021) Die Afrikanische Schweinepest grassiert unverändert stark im Land Brandenburg. Eine mögliche Ausbreitung der Tierseuche ist jederzeit möglich. Bisher wurden 564 Wildschweine (Stand: 28.01.2021) positiv auf das Virus getestet.

Die stellvertretende Landrätin des Landkreises Teltow-Fläming, Frau Dietlind Biesterfeld betonte am vergangenen Mittwoch: „Vorsorge ist besser als Nachsorge! Wir wollen auf einen möglichen Ausbruch bestmöglich vorbereitet sein“. Unter der Leitung des amtlichen Tierarztes des Landkreises und in Zusammenarbeit mit den örtlichen Jägerinnen und Jägern wurden dafür erst 9 und nun insgesamt 12 Kadaversammelstellen eingerichtet. Innereien oder im Straßenverkehr verunfallte sowie tot aufgefundene Wildschweine werden über die Sammelstellen fachgerecht entsorgt. Der Landkreis nimmt somit eine Vorbildfunktion ein.

Das Ziel war es, Sammelstellen möglichst flächendeckend zu verteilen, um die Wegstrecken für Jäger gering zu halten. Die auf einem festen Untergrund gestellten Blechcontainer sind jederzeit erreichbar und werden regelmäßig von einer Tierkörperbeseitigungsanstalt geleert. Für die wärmere Jahreszeit stehen Kühlcontainer bereit.

Das präventive Angebot wird bereits jetzt von den rund 800 Jägern im Landkreis gut angenommen, berichtet der Vorsitzende des Kreisjagdverbandes Heinrich Grewe. Der Präsident des Landesjagdverbandes Brandenburg, Dr. Dirk-Henner Wellershoff bedankt sich für die enge Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Behörden des Landkreises und den heimischen Jägerinnen und Jägern. Gleichzeitig betont er: „Das momentane ASP-Testverfahren des brandenburgischen ASP- Krisenstabs ist grob fahrlässig! Oberste Priorität sollte sein, die flächendeckende Untersuchung von erlegten Wildschweinen im ganzen Land Brandenburg wieder aufzunehmen.“ Bereits am 14. Dezember 2020 ist dafür das Probenmaterial ausgegangen.