Brandenburg gehört zu den waldreichsten Bundesländern. Der Wald in Deutschland ist schwer von Umwelteinflüssen gezeichnet. Kennen wir den Wert der Bäume in unserer Gesellschaft?

Leben, einzeln und frei wie ein Baum und brüderlich wie ein Wald.

(Nazim Hikmet)

Unser Land Brandenburg gehört zu den waldreichsten Bundesländern. Insgesamt sind 1,1 Millionen Hektar bewaldet. Demnach sind ungefähr 37 % der gesamten Landesfläche Wald.

Im Bundesschnitt liegen nur Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, das Saarland und Rheinland-Pfalz vor Brandenburg. Die langen und unerbittlichen Trocken- und Hitzeperioden sowie Stürme und Kalamitäten in den vergangenen Jahren haben den deutschen Wald hart getroffen. Bundesweit muss eine Fläche, ungefähr so groß wie das Saarland, wieder aufgeforstet werden. Brandenburg hatte mit Waldbränden und Borkenkäfer-Kalamitäten ebenfalls große Probleme. Das Thema Waldumbau ist durch die aktuellen Situationen noch präsenter geworden. Forstwirtschaft und Jagd stehen in den kommenden Jahren gemeinsam vor großen Herausforderungen. Trotzdem darf die ganzheitliche Betrachtungsweise eines Ökosystems mit seiner belebten und unbelebten Natur nicht verloren gehen. Unser Präsident Dr. Dirk-Henner Wellershoff schreibt in der DJV-Broschüre zum Forst-Jagd-Konflikt: „Jagd und Forstwirtschaft in der Kulturlandschaft können zusammen scheitern oder es zusammen besser machen- einen dritten Weg gibt es nicht!“

Zahlen zum Brandenburger Wald

Waldbesitzverhältnisse
Privatwald 57 %
Landeswald 25 %
Körperschaftswald 7 %
Bundeswald 6 %
Treuhandwald 3 %
Wald anderer Bundesländer und Sondervermögen Jeweils 1 %
Anzahl Waldeigentümer nach Besitzgröße
< 10 ha 93.730
10- 50 ha 5.358
100- 200 ha 214
200- 500 ha 222
500- 1.000 ha 99
1.000- 5.000 ha 68
> 5.000 ha 3
Baumartenzusammensetzung (Oberstand)
Kiefer 77 %
Sonst. Weichlaubhölzer 9 %
Eiche 5 %
Sonst. Nadelholz 4 %
Buche 3 %
Sonst. Hartlaubholz 2 %

(Quelle: MLUK, Referat 34- Wald und Forstwirtschaft)

Der Wald wird ebenfalls immer mehr Mittelpunkt verschiedener Freizeitaktivitäten und Zufluchtsort für Erholungssuchende. Besonders in dieser von einer Pandemie geprägten und trotzdem schnelllebigen Zeit, ist es daher wichtig, sich auf bestimmte Sachen und insbesondere auf die Natur und den Wald zu besinnen. Denn ohne diese Komponenten wäre kein Leben möglich. Die vielen Gratisleistungen der Natur werden oft als selbstverständlich angesehen. Oder wussten Sie, dass ein Mensch etwa 200 Bäume in seinem Leben benötigt und eine Buche, in einer Stunde, Sauerstoff für 50 Menschen produziert?

Nur wie gehen wir mit dem Wald und den Bäumen um und welche Stellung hat er in unserer Gesellschaft. Um diesen unschätzbaren Wert in das Bewusstsein der Menschen zurückzuholen findet jährlich am 25. April der internationale Tag des Baumes statt.

Die Geschichte des Ehrentages der Bäume begann bereits im Jahr 1872, als der amerikanische Politiker Julius Sterling Morton den ersten Arbor Day in Nebraska organisierte. In Amerika wurde dieser Tag seitdem ein jährlicher „Feiertag“.

Für die Vereinten Nationen wurde der Tag des Baumes im Jahr 1951 beschlossen. Ein Jahr später wurde dieser erstmalig in Deutschland begangen und wurde zur erfolgreichen Tradition.

Ebenfalls zum Zweck der Öffentlichkeitsarbeit wird jährlich die Natur des Jahres von verschiedenen Gremien auserwählt. Dazu werden unterschiedliche Arten, Lebensräume und Biotope nominiert. Die Nominierung der Natur des Jahres wird vorwiegend in Deutschland vorgenommen. Sie dient dazu, auf die besondere Gefährdung der Tiere und ihrer Lebensräume aufmerksam zu machen. Baum des Jahres ist für 2021 die Stechpalme.

Auszug aus der Natur des Jahres 2021

Baum des Jahres Die Stechpalme
Vogel des Jahres Das Rotkehlchen
Wildtier des Jahres Der Fischotter
Reptil des Jahres Die Zauneidechse
Fisch des Jahres Der Hering
Insekt des Jahres Die Dänische Eintagsfliege