Die Jagd wird jünger und weiblicher! Im Jahr 2021 wurden insgesamt 1107 Jägerprüfungen abgelegt. Das ist ein neuer Höchststand und liegt rund 38 Prozent über dem Vorjahr

(Michendorf, 29. November 2021) In der Natur aktiv zu sein, Wildtiere zu beobachten und natürliches und gesundes Fleisch zu essen – das wollen offensichtlich immmer mehr Menschen.  Im Vergleich zum Vorjahr haben in Brandenburg rund 38 Prozent mehr Menschen an der Jägerprüfung teilgenommen. Es wurden gesamt 1107 Prüfungen abgelegt. Etwa 42 Prozent der Jagdscheinanwärter haben die Prüfung nicht beim ersten Versuch bestanden. Es erfordert eine intensive Vorbereitung und ein umfassendes Wissen in Theorie und Praxis. Die Prüfung besteht aus einer schriftlichen, mündlich/praktischen und einer Schießprüfung. Der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) ist mit der Durchführung der Jägerprüfung beliehen und die anerkannte Prüfungsstelle im Land. „Trotz erschwerter Bedingungen während der Corona-Pandemie, konnten in Brandenburg alle angesetzten Prüfungstermine durchgeführt werden”, sagt Andreas Weiß, Leiter der Prüfungsstelle und stellvertretender Geschäftsführer des LJVB.

Mehr Jägerinnen

 „Wir beobachten, dass die Jagd deutlich jünger und weiblicher wird. Das ist ein Gewinn für unser verantwortungsvolles Handwerk”, sagt Dr. Dirk-Henner Wellershoff, Präsident des LJVB. Die persönlichen Gründe für eine Ausbildung zum Jäger sind vielseitig. Ein Großteil der künftigen Jungjägerinnen und Jungjäger berichten, gerne in der Natur zu sein. Für viele ist auch das hochwertige Wildbret eine wichtige Motivation. Für etwa die Hälfte der Jungjäger ist die Jagd ein wichtiger Beitrag zum angewandten Natur- und Artenschutz. „Die Jagd ist mehr als nur ein neues „Hobby“. Sie ist eine Lebenseinstellung, die das tägliche Denken und Handeln beeinflusst”, sagt Dr. Wellershoff.

Weitere Informationen und die Jagdschulen in Brandenburg finden Sie hier: https://www.ljv-brandenburg.de/jaeger-werden/