Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigt ersten Fund der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei einem Wildschwein-Kadaver in der Stadt Frankfurt (Oder). Nun sind fünf Landkreise in Brandenburg betroffen.

(Michendorf, 05. März 2021) Wie das nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut gestern mitteilte, wurde das ASP-Virus bei einem Wildschwein-Kadaver im Bereich der nördlichen Oderwiesen, der Stadt Frankfurt (Oder) bestätigt. Der Fund liegt ca. 20 Kilometer vom Kerngebiet im Landkreis Märkisch-Oderland und ca. 30 Kilometer vom Kerngebiet Oder-Spree und Spree-Neiße entfernt. Mit der Stadt Frankfurt (Oder) ist nun der fünfte Landkreis in Brandenburg von der Tierseuche betroffen.
Der Präsident des Landesjagdverband Brandenburg (LJVB), Dr. Dirk-Henner Wellershoff sagt: „Mit dem Auftreten des ASP-Virus im fünften Landkreis Brandenburgs kann von einer endemischen Ausbreitung gesprochen werden. Eine erfolgreiche Eindämmung der ASP wird somit immer schwieriger“. In Brandenburg wurden bisher 719 (Stand: 04.03.2021) Wildschwein-Kadaver positiv auf das ASP-Virus getestet. „Die Anfang Dezember ausgesetzte flächendeckende Untersuchung von erlegten Wildschweinen war grob fahrlässiges Handeln, seitens des ASP-Krisenstabs in Brandenburg“ sagt Dr. Wellershoff weiter. Der LJVB fordert die Errichtung einer zweiten und wildschweinsicheren Zaunanlange entlang der polnischen Grenze und die Schaffung einer wildschweinfreien Zone im Grenzbereich. Der Seuchendruck im Nachbarland Polen ist unkalkulierbar hoch.