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Federwild

Ente (Anas spp. und Aythya spp.)

Die Enten werden in Schwimm- oder Gründelenten und Tauchenten unterteilt.

Gründelenten suchen im flachen Wasser nach Nahrung und gehen häufig an Land. Sie erheben sich beim Aufstehen sofort in die Luft. Bei uns sind als Brutvögel die Stockente, die Krickente, die Knäkente, die Löffelente, die Spießente und die Schnatterente vertreten.

Tauchenten hingegen bewohnen größere und tiefere Gewässer, in denen sie auch nach Nahrung suchen. Sie benötigen Anlauf, um aus dem Wasser aufzustehen. Als Brutvögel kommen bei uns die Tafelente, die Reiherente, die Kolbenente und die Schellente vor.

Die Entenstrecke ist im Vergleich zum Vorjahr wieder etwas angestiegen. Im Jagdjahr 2018/2019 konnten  5.935 Enten erlegt werden, das sind 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Die höchste Entenstrecke meldete Märkisch Oderland (684).

Gans (Anser spp. und Branta spp.)

Bei den Wildgänsen unterscheidet man zwischen Feldgänsen (Anser spp.) und Meergänsen (Branta spp.). Feldgänse zeichnen sich durch ihre braungraue Färbung aus und finden sich mitunter scharenweise auf Wiesen und Feldern ein. Meergänse verfügen meist über ein schwarz-weißes Gefieder und kommen vorwiegend auf Salzwiesen in Küstennähe vor. Laut Bundesjagdgesetz unterliegen alle Wildgänse dem Jagdrecht, eine Jagdzeit haben hiervon aber nur Graugans, Saatgans, Blässgans, Kanadagans und Ringelgans.

Bei uns brüten lediglich die heimische Graugans und die eingebürgerte Kanadagans, alle übrigen Gänse haben ihr Brutgebiet im hohen Norden.

Die Graugans (Anser anser) bevorzugt als Lebensraum große Gewässer mit angrenzenden Wiesen und Feldern. Sie ist ein reiner Pflanzenfresser. Als Bodenbrüter legt sie ca. 4 bis 9 Eier im Schilf, die Brutdauer beträgt 29 Tage.

Die Kanadagans (Branta canadensis) ist ein Wintergast an Meeresküsten und ernährt sich sowohl von pflanzlicher als auch von tierischer Kost. Sie legt 4 bis 11 Eier, welche ebenfalls 29 Tage bebrütet werden. Auch sie zählt zu den Bodenbrütern.

Im Jagdjahr 2018/19 beträgt die Gänsestrecke 4.352 Stück und liegt damit 10 Prozent unter der Strecke des Vorjahres.  In der Prignitz wurden die meisten Gänse (1.045) erlegt.

Fasan (Phasianus colchius)

Der Fasan wurde bereits zur Römerzeit bei uns eingebürgert und geht auf ca. 33 Ursprungsrassen zurück, welche in Zentral- und Ostasien beheimatet sind. Der Fasan kommt von der Küste bis ins Gebirge vor. Als Lebensraum bevorzugt er kleinstrukturierte Landschaften mit Wald, Wasser, Wiesen, Weizen, Wein und Wärme (6 W). Er gilt als Kulturfolger.

Fasane ernähren sich sowohl von Insekten, Schnecken, Würmern, Fröschen oder kleinen Mäusen als auch von pflanzlicher Kost. Hier werden Wildkräuter, Gräser, Eicheln oder Knollen gerne genommen. Bei starkem Besatz kann es zu Wildschäden im Mais-, Getreide- oder Gemüseanbau kommen.

Die Fasanenbalz findet im März und April statt. Ein Gelege besteht aus 10 bis 15 graugrünen Eiern, die Brutdauer beträgt 24 Tage. Fasane sind Bodenbrüter.

Die Fasanenstrecke bleibt im betrachteten Zeitraum 2018/19 dreistellig; 919 erlegte Exemplare bedeuten ein Streckenplus von immerhin 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nennenswerte Fasanenstrecken gab es im Landkreis Märkisch Oderland sowie im Havelland mit Streckenanteilen von 32 bzw. 15 Prozent an der Landesstrecke.

Ringeltaube (Columba palumbus)

Die Ringeltaube bewohnt bewaldete Landschaften, oftmals genügen für eine Ansiedlung aber auch einzelne Bäume und Büsche. Unter Umständen genügen zur Brut auch Dünen, Strandwiesen, Getreidefelder oder Grünanlagen. Auch in Siedlungsgebieten kommt sie vor.

Tauben nehmen überwiegend pflanzliche Kost in Form von Grünpflanzentrieben, Sämereien, Beeren, Eicheln oder Bucheckern zu sich.

Die Balz der Ringeltauben beginnt im März. Die Brutzeit beträgt 15 bis 18 Tage. Pro Jahr können 2 bis 3 Bruten stattfinden.

Die Strecke der Ringeltaube sank 2018/2019 weiter; 1.304 Exemplare bedeuten ein Minus von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Erneut meldete Potsdam-Mittelmark die meisten Abschüsse.


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