Federwild

Ente (Anas spp. und Aythya spp.)

Die Enten werden in Schwimm- oder Gründelenten und Tauchenten unterteilt.

Gründelenten suchen im flachen Wasser nach Nahrung und gehen häufig an Land. Sie erheben sich beim Aufstehen sofort in die Luft. Bei uns sind als Brutvögel die Stockente, die Krickente, die Knäkente, die Löffelente, die Spießente und die Schnatterente vertreten.

Tauchenten hingegen bewohnen größere und tiefere Gewässer, in denen sie auch nach Nahrung suchen. Sie benötigen Anlauf, um aus dem Wasser aufzustehen. Als Brutvögel kommen bei uns die Tafelente, die Reiherente, die Kolbenente und die Schellente vor.

Die Entenstrecke (fast ausschließlich Stockenten) sinkt weiter ab. Im zurückliegenden Jagdjahr konnten 4.814 Enten erlegt werden, das sind 14 Prozent weniger als im Vorjahr.

Gans (Anser spp. und Branta spp.)

Bei den Wildgänsen unterscheidet man zwischen Feldgänsen (Anser spp.) und Meergänsen (Branta spp.). Feldgänse zeichnen sich durch ihre braungraue Färbung aus und finden sich mitunter scharenweise auf Wiesen und Feldern ein. Meergänse verfügen meist über ein schwarz-weißes Gefieder und kommen vorwiegend auf Salzwiesen in Küstennähe vor. Laut Bundesjagdgesetz unterliegen alle Wildgänse dem Jagdrecht, eine Jagdzeit haben hiervon aber nur Graugans, Saatgans, Blässgans, Kanadagans und Ringelgans.

Bei uns brüten lediglich die heimische Graugans und die eingebürgerte Kanadagans, alle übrigen Gänse haben ihr Brutgebiet im hohen Norden.

Die Graugans (Anser anser) bevorzugt als Lebensraum große Gewässer mit angrenzenden Wiesen und Feldern. Sie ist ein reiner Pflanzenfresser. Als Bodenbrüter legt sie ca. 4 bis 9 Eier im Schilf, die Brutdauer beträgt 29 Tage.

Die Kanadagans (Branta canadensis) ist ein Wintergast an Meeresküsten und ernährt sich sowohl von pflanzlicher als auch von tierischer Kost. Sie legt 4 bis 11 Eier, welche ebenfalls 29 Tage bebrütet werden. Auch sie zählt zu den Bodenbrütern.

Die Gänsestrecke (größtenteils Graugänse) verzeichnet 2020/21 ein Plus von 8 Prozent. Es wurden 2.823 Stück erbeutet.

Fasan (Phasianus colchius)

Der Fasan wurde bereits zur Römerzeit bei uns eingebürgert und geht auf ca. 33 Ursprungsrassen zurück, welche in Zentral- und Ostasien beheimatet sind. Der Fasan kommt von der Küste bis ins Gebirge vor. Als Lebensraum bevorzugt er kleinstrukturierte Landschaften mit Wald, Wasser, Wiesen, Weizen, Wein und Wärme (6 W). Er gilt als Kulturfolger.

Fasane ernähren sich sowohl von Insekten, Schnecken, Würmern, Fröschen oder kleinen Mäusen als auch von pflanzlicher Kost. Hier werden Wildkräuter, Gräser, Eicheln oder Knollen gerne genommen. Bei starkem Besatz kann es zu Wildschäden im Mais-, Getreide- oder Gemüseanbau kommen.

Die Fasanenbalz findet im März und April statt. Ein Gelege besteht aus 10 bis 15 graugrünen Eiern, die Brutdauer beträgt 24 Tage. Fasane sind Bodenbrüter.

Die Fasanenstrecke ist mit 959 erlegten Exemplaren im betrachteten Zeitraum 2020/21 leicht rückgängig.

Ringeltaube (Columba palumbus)

Die Ringeltaube bewohnt bewaldete Landschaften, oftmals genügen für eine Ansiedlung aber auch einzelne Bäume und Büsche. Unter Umständen genügen zur Brut auch Dünen, Strandwiesen, Getreidefelder oder Grünanlagen. Auch in Siedlungsgebieten kommt sie vor.

Tauben nehmen überwiegend pflanzliche Kost in Form von Grünpflanzentrieben, Sämereien, Beeren, Eicheln oder Bucheckern zu sich.

Die Balz der Ringeltauben beginnt im März. Die Brutzeit beträgt 15 bis 18 Tage. Pro Jahr können 2 bis 3 Bruten stattfinden.

Zurückgegangen ist die Jagdstrecke der Ringeltaube. 1.110 Stück bedeuten 12 Prozent weniger erlegte Tauben.


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