Raubwild

Fuchs (Vulpes vulpes)

Der Fuchs zählt zu den Echten Hunden und kommt in ganz Eurasien mit Ausnahme der Inseln Malta, der Balearen und Kreta vor. Er bewohnt fast alle landschaftsformen bis zu einer Höhe von ca. 3000 m. Gebiete mit einem hohen Grundwasserspiegel meidet er. Der Fuchs lebt in Erdbauten, von denen er die kleinen selbst anlegt, die großen in der Regel von Dachsen übernimmt. Der Fuchs teilt seinen Bau oftmals auch zeitweise mit Dachs, Kaninchen und Brandgans.

Der Fuchs ist ein Allesfresser, dessen Nahrung sich nach dem jeweiligen Angebot richtet. Sie umfasst in erster Linie Mäuse, aber auch Säugetiere bis hin zur Rehkitzgröße, Fallwild, Vögel und deren Gelege, Insekten, Larven, Beeren und Obst.

Die Ranzzeit des Fuches liegt im Januar und Februar. Nach einer Tragzeit von 50 bis 55 Tagen wölft die Fähe ihre Welpen im März und April.

Die Rotfuchsstrecke liegt im zweiten Jagdjahr in Folge auf sehr hohem Niveau. Eine Strecke von 24.222 erlegten Füchsen entspricht annähernd der Strecke des Vorjahres.

 

 

Waschbär (Procyon lotor)

Verbirgt sich hinter der Zorromaske tatsächlich nur ein harmloser neuer Waldbewohner oder steckt dahinter das Wesen eines Obst raubenden Störenfrieds? Der in den 1930er Jahren ausgesetzte Kleinbär sorgt als faunenfremde Tierart, die sich zunehmend in Deutschland für Diskussionen in Naturschutz- und Jägerkreisen. Aktuelle Erkenntnisse aus Forschungsprojekten zeigen seinen negativen Einfluss auf die heimische Tierwelt. Nicht zuletzt deshalb wird er seit 2016 auf der EU-Liste der „invasiven, gebietsfremden Arten“ geführt.

Unaufhaltsam hoch ist die Jagdstrecke bei den Waschbären. Mit 35.117 erlegten Exemplaren ist der Waschbär damit die meistbejagte Raubwildart in Brandenburg.

 

Marderhund (Nyctereutes procyonoides)

Der Marderhund ist ursprünglich in Europa nicht heimisch und damit ein Vertreter der Neozoen. Durch seine enorme Anpassungsfähigkeit kann er sich die verschiedensten Lebensräume in relativ kurzer Zeit erschließen. Der Mangel an natürlichen Feinden und sein hohes Fortpflanzungspotenzial begünstigte die Besiedlung weiter Teile Nord-, Ost- und Mitteleuropas in wenigen Jahrzehnten. Die Expansion des Marderhundes dauert immer noch an.

Die Marderhundstrecke ist im Berichtszeitraum wieder gesunken; es wurden 5.691 Exemplare erlegt, das sind 8 Prozent weniger als im Vorjahr.

 

Dachs (Meles meles)

Dachse kommen fast in ganz Europa ausgenommen Skandinavien und der Mittelmeerinseln vor. Der bevorzugte Lebensraum sind Laubmischwälder vom Flachland bis in die Mittelgebirge. Feuchte Standorte werden gemieden.

Der Dachs ist ein Allesfresser und verfügt daher über ein breites Nahrungsspektrum. Es reicht von pflanzlicher Nahrung über Insekten hin zu Jungwild.

Bei den zweijährigen Fähen liegt die Ranzzeit im Juli und August, ältere Weibchen ranzen im März und April. Nach einer Eiruhe werden die Jungdachse Ende Februar bis Anfang April geboren.

Einen Rückgang verzeichnete die brandenburgische Dachsstrecke. Im Jagdjahr 2020/21 wurden 4.429 Dachse erlegt, das sind 12 Prozent weniger als im Vorjahr.

Steinmarder (Martes foina)

Steinmarder kommen in ganz Europa bis zur Nord- und Ostseeküste vor. Als Lebensraum bevorzugen sie Waldränder und Feldgehölze, kommen aber auch in der Nähe von Siedlungen vor. Marder gelten als dämmerungs- und nachtaktiv, tagsüber verstecken sie sich oftmals in Steinhaufen, Felsnischen, alten Gemäuern oder Schuppen.

Marder ernähren sich von Kleinsäugern, Vögeln und deren Gelegen, Fischen, Reptilien, Insekten und pflanzlicher Kost.

Die Strecke der Steinmarder ist im Jagdjahr 2020/21 immens auf jetzt 2.065 Exemplare angestiegen.

Mink (Neovison vison)

Für die Pelzmode um 1900 in vielen Ländern Europas als Farmtier in großen Stückzahlen gezüchtet, haben sich entwichene und freigelassene Minke in vielen Gebieten etabliert. Als Neozoon (Neubürger in der heimischen Fauna) besetzt der Mink heute die Position des schon vorher sehr seltenen oder auch lokal ausgestorbenen Europäischen Nerzes. Schutzprojekte zur Wiederansiedlung der heimischen Marderart können nur dort erfolgreich sein, wo Minke nicht vorkommen oder reduziert werden.

Stark angestiegen ist die Minkstrecke. Sie liegt aktuell bei 141 Exemplaren.

 

Nutria (Myocastor coypus)

Die Nutria, auch Sumpfbiber genannt, ist kleiner als der Biber, aber deutlich größer als die Bisamratte. Das an Wasser gebundene Nagetier lebt in Familienverbänden und bevorzugt strömungsarme Fließ- und Stehgewässer mit reicher Wasserpflanzenvegetation. Aufgrund ihrer Herkunft aus subtropischen und gemäßigten Arealen in Südamerika, kann die Nutria Gebiete mit langen Frostperioden und hohen Schneelagen nicht dauerhaft besiedeln. Die Nutria wurde in Nordamerika, Europa, Asien, Afrika und im Mittleren Osten eingebürgert. Viele der in den neuen Siedlungsgebieten lebenden Populationen begründeten entflohene Farmtiere.

Erstmals wurde 2019/20 in Brandenburg auch auf Nutria und Bisam gejagt. Die Strecken betrugen 2.443 Nutria und 81 Bisam. Die Zahlen der großen Nager verzeichnen im Jagdjahr 2020/2021 den höchsten Anstieg: 7.119 Nutria und 439 Bisame kamen zur Strecke.

 


Tierleid jetzt beenden

Im Nationalpark Unteres Odertal ertrinken zahlreiche Wildtiere. Schweinepest- Zaun verhindert abwandern in höher gelegene Gebiete. Es muss jetzt schnell gehandelt werden!

Fahrtraining mit Jeep Experience

Jagdlicher oder forstlicher Einsatz erfordert das Fahren abseits befestigter Wege. Dort kommt es zu unterschiedlichsten Situationen. Wir bieten praxisgerechte Ausbildung – von Profis für Profis! Auf einem der attraktivsten Schulungsgelände Europas.

Jäger-Initiative für kranke Kinder

Der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) unterstützt krebskranke Kinder im „Netzwerk ActiveOncoKids”. Erste Schnuppertage sind ab Anfang Februar geplant.