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Raubwild

Fuchs (Vulpes vulpes)

Der Fuchs zählt zu den Echten Hunden und kommt in ganz Eurasien mit Ausnahme der Inseln Malta, der Balearen und Kreta vor. Er bewohnt fast alle landschaftsformen bis zu einer Höhe von ca. 3000 m. Gebiete mit einem hohen Grundwasserspiegel meidet er. Der Fuchs lebt in Erdbauten, von denen er die kleinen selbst anlegt, die großen in der Regel von Dachsen übernimmt. Der Fuchs teilt seinen Bau oftmals auch zeitweise mit Dachs, Kaninchen und Brandgans.

Der Fuchs ist ein Allesfresser, dessen Nahrung sich nach dem jeweiligen Angebot richtet. Sie umfasst in erster Linie Mäuse, aber auch Säugetiere bis hin zur Rehkitzgröße, Fallwild, Vögel und deren Gelege, Insekten, Larven, Beeren und Obst.

Die Ranzzeit des Fuches liegt im Januar und Februar. Nach einer Tragzeit von 50 bis 55 Tagen wölft die Fähe ihre Welpen im März und April.

Der Trend der Rotfuchsstrecke war auch im Jagdjahr 2017/18 wie schon im Vorjahr weiter rückläufig. Eine Strecke von 23.726 erlegten Füchsen bedeutet ein Streckenminus von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. In Märkisch Oderland und der Uckermark wurden die meisten Füchse erlegt.

 

 

Dachs (Meles meles)

Dachse kommen fast in ganz Europa ausgenommen Skandinavien und der Mittelmeerinseln vor. Der bevorzugte Lebensraum sind Laubmischwälder vom Flachland bis in die Mittelgebirge. Feuchte Standorte werden gemieden.

Der Dachs ist ein Allesfresser und verfügt daher über ein breites Nahrungsspektrum. Es reicht von pflanzlicher Nahrung über Insekten hin zu Jungwild.

Bei den zweijährigen Fähen liegt die Ranzzeit im Juli und August, ältere Weibchen ranzen im März und April. Nach einer Eiruhe werden die Jungdachse Ende Februar bis Anfang April geboren.

Die Dachsstrecke stagniert weiterhin, im Jagdjahr 2017/2018 wurden 4.214 Dachse erlegt, also lediglich 2 weiniger, als im Vorjahr. In der Uckermark war die Dachsstrecke am höchsten.

Steinmarder (Martes foina)

Steinmarder kommen in ganz Europa bis zur Nord- und Ostseeküste vor. Als Lebensraum bevorzugen sie Waldränder und Feldgehölze, kommen aber auch in der Nähe von Siedlungen vor. Marder gelten als dämmerungs- und nachtaktiv, tagsüber verstecken sie sich oftmals in Steinhaufen, Felsnischen, alten Gemäuern oder Schuppen.

Marder ernähren sich von Kleinsäugern, Vögeln und deren Gelegen, Fischen, Reptilien, Insekten und pflanzlicher Kost.

Die Strecke der Steinmarder ist 2017/18 geringfügig auf jetzt 1.566 Exemplare gefallen. Die höchste Strecke meldete wiederum Märkisch Oderland.


Alle Jäger sollen künftig Schalldämpfer nutzen können

Das Bundesinnenministerium (BMI) hat in einem Schreiben an die Verbände signalisiert, dass Änderungen des Waffengesetzes im Bezug auf die Nutzung von Schalldämpfern bundesweit Klarheit schaffen könnten. Der Deutsche Jagdverband (DJV) und Partnerverbände begrüßen das Vorhaben und drängen auf eine bundeseinheitliche Lösung.

Neue Wege im Wolfsmanagement gehen

Landnutzer fordern Schutzjagd nach skandinavischem Vorbild. Grundlage soll eine wildökologische Raumplanung sein. Für die sich schnell ausbreitenden Wölfe wird ein Akzeptanzbestand empfohlen.

Graugans breitet sich aus in Deutschland

Jäger haben 2017 aus 40 Prozent der Reviere das Vorkommen von Graugänsen gemeldet – ein Anstieg von 58 Prozent in acht Jahren. Die Zahl der Reviere mit Brutvögeln hat sich sogar verdoppelt auf 19 Prozent. Der DJV fordert eine nachhaltige Bejagung statt Begasung wie in den Niederlanden.