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Sonstiges Niederwild

Feldhase (Lepus europaeus)

Der Hase ist ursprünglich ein Steppenbewohner und in ganz Europa verbreitet. In Deutschland lebt er bevorzugt im Feld, kommt aber auch im Wald gelegentlich vor. Als Lebensraum bevorzugt er abwächslungsreiches Gelände mit Feldgehölzen, Hecken und Büschen. Er benötigt trockenen Boden, ausreichende Deckung und vielfältige Äsung. Diese setzt sich unter anderem aus Gründlandpflanzen, Getreidesaat, Kräutern, Knospen und Rinden zusammen. Der Hase ist ein reiner Pfanzenfresser.

Die Rammelzeit reicht von Januar bis August. Bei einer Tragzeit von 42 bis 44 Tagen setzt eine Häsin bis zu 3 mal jährlich 2 bis 4 Junge.

Im Jagdjahr 2011/12 wurden im Land Brandenburg 3.079 Feldhasen zur Strecke gebracht, von denen rund 2/3 im Strassenverkehr zu Tode kamen.

Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus)

Das Wildkaninchen gelangte aus seiner Urheimat Asien über den westlichen Mittelmeerraum zu uns und wurde bei uns bereits im 13. Jahrhundert eingebürgert. Als Lebensraum bevorzugt das Kaninchen trockene, sandige Böden und Gelände mit Hecken, Feldgehölzen, Waldrändern, Bahndämmen, Deichen und Dünen, ist aber auch im Bereich menschlicher Siedlungen und Grünanlagen häufig anzutreffen. Kaninchen leben gesellig in Kolonien und sind dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber halten sie sich im Bau oder in der Sasse auf.

Kaninchen sind Planzenfresser, die sich überwiegend von Gräsern, Kräutern und Blättern, gelegentlich aber auch von Rinden und Zweigen ernähren.

Die Rammelzeit beim Kaninchen erstreckt sich von Februar bis Oktober. Die Tragzeit beträgt 28 bis 31 Tage. Es können 3 bis 5 mal jährlich 5 bis 9 Junge gesetzt werden.

Im Jagdjahr 2011/12 wurden im Land Brandenburg 91 Kaninchen erlegt. Dies ist fast doppelt so viel wie im Vorjahr.


Afrikanische Schweinepest in Belgien nachgewiesen

Das ASP-Virus ist noch 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Verantwortlich für die Verbreitung ist der Mensch, etwa über Transitstrecken. Reste infizierter Rohwurst reichen aus für einen
Ausbruch der Tierseuche. Der DJV fordert deshalb mehr Biosicherheit an Bahnhöfen, Parkplätzen und Grenzübergängen.