Teilen: Share on FacebookEmail this to someone

Sonstiges Niederwild

Feldhase (Lepus europaeus)

Der Hase ist ursprünglich ein Steppenbewohner und in ganz Europa verbreitet. In Deutschland lebt er bevorzugt im Feld, kommt aber auch im Wald gelegentlich vor. Als Lebensraum bevorzugt er abwächslungsreiches Gelände mit Feldgehölzen, Hecken und Büschen. Er benötigt trockenen Boden, ausreichende Deckung und vielfältige Äsung. Diese setzt sich unter anderem aus Gründlandpflanzen, Getreidesaat, Kräutern, Knospen und Rinden zusammen. Der Hase ist ein reiner Pfanzenfresser.

Die Rammelzeit reicht von Januar bis August. Bei einer Tragzeit von 42 bis 44 Tagen setzt eine Häsin bis zu 3 mal jährlich 2 bis 4 Junge.

Der Streckentrend der meisten Niederwildarten zeigt weiterhin nach unten. Im Jagdjahr 2017/18 wurden insgesamt 2.564 Feldhasen erlegt, das sind 7 Prozent weniger als im Vorjahr. Zwei Drittel der Strecke sind wiederum Verkehrsopfer.

Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus)

Das Wildkaninchen gelangte aus seiner Urheimat Asien über den westlichen Mittelmeerraum zu uns und wurde bei uns bereits im 13. Jahrhundert eingebürgert. Als Lebensraum bevorzugt das Kaninchen trockene, sandige Böden und Gelände mit Hecken, Feldgehölzen, Waldrändern, Bahndämmen, Deichen und Dünen, ist aber auch im Bereich menschlicher Siedlungen und Grünanlagen häufig anzutreffen. Kaninchen leben gesellig in Kolonien und sind dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber halten sie sich im Bau oder in der Sasse auf.

Kaninchen sind Planzenfresser, die sich überwiegend von Gräsern, Kräutern und Blättern, gelegentlich aber auch von Rinden und Zweigen ernähren.

Die Rammelzeit beim Kaninchen erstreckt sich von Februar bis Oktober. Die Tragzeit beträgt 28 bis 31 Tage. Es können 3 bis 5 mal jährlich 5 bis 9 Junge gesetzt werden.

Eine leichte Steigerung verzeichnet 2017/18 die Kaninchenstrecke – 61 Exemplare konnten erlegt werden, 16 mehr als im Vorjahr.


Nach dem letzten Halali

Der Deutsche Jagdverband hat die Informationsmappe „Erbschaften“ veröffentlicht. Sie zeigt Jägern und Naturfreunden, wie sie durch Schenkungen und Vermächtnisse Einzelprojekte deutscher Jagdverbände unterstützen können.