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WölfeDer Wolf in Brandenburg

Der Wolf ist zurück in Brandenburg. 2007 siedelte sich das erste Paar im Süden des Landes an, 2009 wurden erstmals seit über einem Jahrhundert Wolfswelpen in Brandenburg aufgezogen. Seitdem wächst der Bestand kontinuierlich. Bei Zuwächsen von jährlich rund 30 Prozent ist die Angabe von konkreten Bestandszahlen schwierig. Offiziellen Verlautbarungen zufolge gibt es derzeit bereits annähernd 1000 Wölfe in Brandenburg. Aktuelle Informationen über das Wolfsmonitoring finden Sie auf den Seiten des Landesumweltamts.

Handlungsbedarf

Innerhalb weniger Jahre ist nun deutlich geworden, dass die Ausbreitung des Wolfes in unserer Kulturlandschaft nicht ohne jegliche Eingriffe möglich sein kann. Wir wissen inzwischen, dass die Wölfe bereits erheblichen Einfluss auf das Verhalten des Wildes nehmen. Wölfe ziehen weit, Länder- oder Staatsgrenzen stellen für sie kein Hindernis dar. Lösungsansätze müssen daher großräumig angelegt werden. Nach Ansicht des LJVB darf eine Anhangsänderung in der FFH-Richtlinie mit den sich daraus ergebenden Konsequenzen kein Tabu sein. Auch die Definition des günstigen Erhaltungszustands muss unserer Ansicht nach auf den Prüfstand.

Jäger beteiligen sich am Monitoring

Dreh- und Angelpunkt ist und bleibt auch beim Wolf eine möglichst genaue Erfassung der tatsächlichen Bestände. Die Jägerschaft Brandenburgs beteiligt sich aktiv am Monitoring. Der Landesjagdverband führte mit Unterstützung des Landesumweltamts Schulungen zum Wolfskundigen durch, an denen bereits über 80 Jägerinnen und Jäger teilgenommen haben. Sie wurden darin unterrichtet, Hinweise den wissenschaftlichen Kriterien entsprechend aufzunehmen und zu dokumentieren. Ziel ist es, auf diese Weise möglichst viele belastbare Hinweise zu erhalten, um anhand einer fundierten Wissensbasis Entscheidungen treffen zu können.

Wolf im Revier?

Bei Wolfshinweisen kontaktieren Sie bitte einen Wolfskundigen in Ihrer Nähe (die Ansprechpartner finden Sie unter Links auf der rechten Seite). Er wird die Hinweise beurteilen und ggf. ein entsprechendes Protokoll ausfüllen. Diese werden beim Landesjagdverband gesammelt und dem LUGV übergeben. So stellen wir sicher, dass wir künftig eine möglichst realistische Zahl der in Brandenburg lebenden Wölfe erhalten. Hundearbeit im Wolfsgebiet – Leitfaden für Jagdleiter und Hundeführer


Wilde Zeiten auf der Straße

Im Frühjahr herrscht Rushhour in Wald und Flur: Das erste Grün lockt Pflanzenfresser. In der Folge steigt das Wildunfall-Risiko, zumeist betroffen ist das Reh. Vor allem zur Zeitumstellung sollten Autofahrer achtsam sein – über Nacht fällt der Berufsverkehr in die Dämmerung. Dann sind viele Wildtiere unterwegs.

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