Gut 200 Delegierte aus den Jagdverbänden und Kreisjagdverbänden Brandenburgs folgten am 26. und 27. Mai 2018 der Einladung des Landesjagdverbandes zur 30. Delegiertenkonferenz auf Schloss Diedersdorf

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Gut 200 Delegierte aus den Jagdverbänden und Kreisjagdverbänden Brandenburgs folgten am 26. und 27. Mai 2018 der Einladung des Landesjagdverbandes zur 30. Delegiertenkonferenz auf Schloss Diedersdorf im Süden von Berlin. Wesentlicher Beschluss, der mit nur zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen angenommen wurde, war die Aufforderung an die Landesregierung, ein aktives Wolfmanagement einzuführen, das auch eine Bestandsregulierung beinhaltet. „Der Wolf ist im Katalog der bejagbaren Arten aufzunehmen und eine Jagdzeit festzusetzen. Die Landesregierung wird zudem aufgefordert, sich bei der Bundesregierung für die Herabstufung des Schutzstatus des Wolfes einzusetzen“, erklärte der Wolfsbeauftragte im Präsidium des Landesjagdverbands, Robert Franck. Das weitere bestimmende Thema, das sich durch viele Reden, unter anderem von Stefan Ludwig, Minister der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz, zog und auch Bemerkungen und Fragen von Delegierten bestimmte, war der drohende Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest. Der Präsident des Landesjagdverbands, Dr. Dirk-Henner Wellershoff, sprach sich noch einmal nachdrücklich für die landesweite Stützung des Fleischmarktpreises für das Wildbret von Schwarzwild aus, wie es der Landkreis Dahme Spreewald in jüngster Vergangenheit vorgemacht hätte. Jörg Vogelsänger, Minister für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft, stieß gegen Ende der Konferenz zur Versammlung dazu und eröffnete anschließend mit Präsident Wellershoff das zweitägige Jägerfest und die Landeshegeschau, die Trophäen aus den vergangenen zwei Jagdjahren zeigte. Der Leiter der Kommission, Hubertus Krehl, feierte am diesjährigen Landesjägertag sein zwanzigstes Jubiläum in dieser Funktion. Alexander Harnisch vom Jagdverband Königs Wusterhausen wurde als Presseobmann ins Präsidium gewählt.

Höhepunkte der zweitägigen Festivität waren das Bühnenprogramm und gut 30 Aussteller. Jagdhundeausbilderin Alexandra Weibrecht vom Jagdgebrauchshundeverein Königs Wusterhausen präsentierte 17 Jagdhunderasse. Ilka Simm-Schönholz vom Wald-Jagd-Naturerlebnis e.V. aus Potsdam faszinierte die Besucher mit ihrer Greifvogelschau. Am Sonntag eröffneten zwanzig Kleine Münstlerländer, angeleitet von Michael Schmiedel vom Verband Kleine Münstlerländer Vorstehhunde Landesgruppe Berlin-Brandenburg, die Veranstaltung. Zwei Hirschrufer leiteten über zum Rotwildexperten-Talk zwischen Hubertus Krehl, Leiter Trophäenkommission, Martin Ruffert, Forstingenieur und Jagdaufseher, sowie Werner Ludwig, ehemals Leiter der Hegegemeinschaft Ruppiner Heide, die sich im März aufgelöst hat. Es moderierte Tobias Specht. Am Mittag konnte das Publikum eine Kochshow mit Daniel Reuner, Chefkoch des Flair Hotel Reuner, erleben. Am Nachmittag erklärte Elke Eisermann von der Wildnisschule Wildpfade das archaische Handwerk der Ledergerbung. Nicht nur Jäger besuchten das Jägerfest, sondern auch andere Besucher, die sich von Lebensart und Atmosphäre ansprechen ließen.

 

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