Jährlich fallen Rehkitze, Junghasen und bodenbrütende Wildvogelarten der Wiesenmahd im zeitigen Frühjahr zum Opfer. Der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) plant ein Verzeichnis mit engagierten Drohnenpiloten und Helfern. Bitte melden!

(Michendorf, 18. Mai 2021) Bereits Anfang Mai beginnen viele Landwirte mit dem ersten Wiesenschnitt. Für die wildlebenden Tier- und Vogelarten eine sehr sensible Zeit. Nach der Geburt werden die kleinen Rehkitze zum Schutz vor Prädatoren im hohen Gras abgelegt. Bevorzugt werden Wiesen in der Nähe von Wäldern oder Hecken als Kinderstube genutzt. Das Muttertier sucht ihr Kitz nur zum Säugen und Reinigen auf. In den ersten Lebenswochen haben die kleinen Jungtiere keinen natürlichen Fluchtinstinkt. Bei Gefahr drücken sie sich flach auf den Boden. Jährlich fallen daher Jungtiere der zeitigen Wiesenmahd zum Opfer. Viele Jägerinnen und Jäger engagieren sich schon seit Jahren ehrenamtlich und suchen die Wiesen vor der Mahd nach Jungtieren ab und bringen diese in Sicherheit.

Die Arbeit mit Drohnen in Kombination mit Wärmebildkameras hat sich im Bereich der Rehkitzsuche etabliert. Die gründliche Suche ermöglicht Landwirten und den Jägerinnen und Jägern vor Ort ihrer tierschutzrechtlichen Verantwortung gegenüber dem Wild zeitsparend und effektiv nachzukommen.

Der LJVB plant ein landesweites Verzeichnis mit Drohnenpiloten und Helfern, die bei der aktiven Suche unterstützen wollen. Bei Interesse bitte eine Mail mit dem Stichwort „Rehkitz-Retter“ an sibilski@ljv-brandenburg.de!