Die dritten Klassen der Grundschule Eggersdorf pirschten staunend durch’s Revier

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Warum gibt es Jagdsignale ? Findet Ihr Tannenzapfen im Wald ? Warum sieht eigentlich der ‚Mann‘ der Ente schöner aus als sie ?

Oder haben vielleicht sogar Wildschweine eine Wellness-Oase…? Achso, na klar, der Pool der Sauen heisst ja Suhle ! Sooo viele interessante Fragen und dazu Antworten zum Anfassen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen.

In wochenlanger akribischer Vorbereitung hatten Jägerehepaar Nadja und Jürgen und ihr engagiertes Team (die Jäger: Christian, Sven, Gino, Isi, Lars und die Lehrer: Fr. Schmidt und Fr. Böhlemann) das an Eggersdorf angrenzende Waldrevier in Zusammenarbeit mit Revierförster Martin Estler in einen wald-jagdpädagogischen Fragenparcours verwandelt.

Nach der standesgemäßen Begrüßung am Mühlenfließ und dem „Aufbruch zur Jagd“ pirschten die 56 Kinder der dritten Klassen der Grundschule/Hort Eggersdorf unter der Leitung der drei Rottenführer am vergangenen Freitag gespannt los. Jeder durfte nun Erfahrungen sammeln – sei es zum Beispiel beim Klettern auf einen Hochsitz oder durch den Blick durch ein Fernglas oder das Anlegen einer Kirrung.

Selbstverständlich durften auch die Jagdhunde auf der Pirsch nicht fehlen … Die beiden Schweißhunde Lando und Amy begleiteten die kleine Jagdgesellschaft und die Hundeführer standen für alle Fragen der Kinder gern zur Verfügung.

Denn das Ziel der angesetzten Schnitzeljagd war es ja, je Rotte möglichst viele der unterwegs gestellten Fragen richtig zu beantworten ! Was man noch nicht wusste, wurde verständig und doch immer in Jägersprache erklärt, zum Beispiel von Schweißhundeführer Sven Rein oder von Hortner und Jäger Christian Hoffmann.

Zu diesem Tag des Erlebens trug ebenfalls die Jagdhornbläsergruppe Mühlenfließ mit Heike Matthes und Dorian Tutsche mit voller Kraft bei, musikalisch bestens unterstützt durch den Vorsitzenden des JV Märkisch-Oderland Lutz Hackert. Dieser übte zwischendurch mit den Kindern, auch selbst einmal ein Jagdhorn zum Klingen zu bringen – was den meisten zur allgemeinen Freude auch tatsächlich schon recht gut gelang.

Augen öffnen für die Einzigartigkeit der Natur

„Unser Ziel ist es“, so Organisator, Jäger und Vater Jürgen Päch, „einer fortschreitenden Entfremdung des Menschen von der Natur, insbesondere der Primärproduktion – hier die Jagd, etwas entgegenzusetzen. Kinder sind hier offen, neugierig und (teils noch) wertungsfrei. Hier wollen wir den Keim setzen, welcher Ihnen lebenslang die Augen offen hält für die Flora & Fauna und deren Einzigartigkeit!“

Und als am frühen Nachmittag dann „Zum Essen“ geblasen wurde, hatte sich ein jeder der kleinen Jagdteilnehmer seine Wildbratwurst redlich verdient ! Und die schmeckte diesmal besonders gut – hatten die Kinder doch am Vortag ihre Bratwürste in der Hortküche selbst bereiten dürfen.

Auch die beiden Klassenlehrerinnen, Frau Böhlemann und Frau Büge, – froh und zufrieden nach dieser tollen gemeinsamen Aktion – bedankten sich noch einmal ganz herzlich beim Orga-Team für diesen so gelungenen und wertvollen Tag.

Jürgen Päch: „Ein weiteres Ziel des Projekttages Jagd ist es, öffentlichkeitswirksam zu informieren und pilotartig für dieses Thema zu sensibilisieren – um andere Jäger und Schulen anzuregen, Ähnliches in Ihren Regionen zu organisieren.“

Weidmannsheil ! Ein großartiges Projekt, welches unbedingt zur Nachahmung empfohlen ist !